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Wir suchen dein defektes Geräte (Waschmaschine, Elektronik, kaputte Teile, etc.). Bitte kurze Beschreibung des Geräts, Defekts und deine persönliche Geschichte dazu per Mail an dock18@rotefabrik.ch. Geräte können am Sonntag, 23.6. im Dock18 abgegeben werden. Die Reparatur ist gratis, ebenso der Eintritt zum Anlass am 28. Juni.

Ein moderner Flachbildfernseher hält oft nur noch drei bis vier Jahre. Das berichten Reparatur-Dienstleister oder Verkäufer solcher Geräte. Eine Reparatur lohnt sich oft nicht, da Ersatzteile nicht erhältlich oder völlig überteuert sind. Auch ist der Arbeitsaufwand schnell zu gross im Vergleich zu einem Neugerät für wenige hundert Franken. Am ärgsten ist die Situation vermutlich bei den Mobiltelefonen, dievon den Telekomanbietern im Zweijahresrhytmus fast gratis verteilt werden. Die Konsumenten werden so förmlich zu unökologischem Verhalten gedrängt. Auch bei Haushaltgeräten sieht die Situation nicht besser aus. Kaufte man noch vor wenigen Jahren einen Staubsauger fürs Leben, so kann man heute im Zehnjahresrhytmus einen Neuen kaufen. Auch diese Geräte werden nicht mehr repariert, da die Neugeräte im Vergleich einfach zu billig sind. Dennoch halten sie sich hartnäckig, die unabhängigen Reparaturdienstleister, die auch dann helfen, wenn der Fachhändler schon die Auslage mit den Neugeräten ansteuert. Ein Blick aus der Eingangstüre des Grossverteilers lohnt sich oft. Denn ein Elktrogerät ist ja auch ein Begleiter durchs eigene Leben. Wenn die Stereoanlage nach zehn Jahren den Geist aufgibt, hängen daran Erinnerungen, die ein Neugerät nicht bieten kann. Hat man sich mal an den völlig unbrauchbar platzierten Hauptschalter der Kaffeemaschine gewöhnt, will man ihn plötzlich nicht mehr loswerden. Einen Reparateur zu finden, ist ganz einfach. In Zürich bietet der WWF seit Jahren den Panda-Reparaturservice an. Auf der WWF-Webseite sucht man einfach den passenden Dienstleister für sein Gerät aus. Das Dock18 widmet sich in einem Themenabend den Reparateuren, Elektrobastlern und Informatikern, die Altes nicht einfach verschrottet sehen wollen. Die es als sportliche Herausforderung sehen, dem alten Gerät noch einen zweiten Frühling zu verschaffen. Sei es als Gerät in seiner Originalfunktion, sei es als Kunstwerk, als Skulptur des Vergänglichen.

Am 28. Juni widmen sich Fachleute und Künstler ab 19:00 Uhr ausgesuchten Geräten und versuchen die Livereparatur. Mit Daniel Savi (SGMK) Sven Hürlimann (Dock18), Fablab (3D Printer), Jan Rothe (mechanisch), Ivan Bonassi (Kühlschrank), Daniel Tännlerer (Thechocolatist.com), u.a.

Kamera: Dodi Mesacek
Moderation & Regie: Mario Purkathofer

Die Besitzer werden zu ihrem Gerät interviewt, die Reparaturbemühungen gefilmt. Als Ergebnis soll ein kurzer Dokumentarfilm über den Wert des Gebrauchten entstehen, ein Film über die Herausforderung, geschickter als die Ingenieure der Hersteller zu sein.

Zur Veranstaltung gibt es ein Medienkulturgespräch in der aktuellen FAZ.

Lebensdauer

Panda-Reparaturservice

Reparieren statt Wegwerfen , Artikel zum Thema in der NZZ

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