Musik wie Wasser

Last update on June 4, 2013.

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Comments

  1. wildprovider

    wildprovider on 06/04/2013 12:55 a.m. #

    Vergüten statt verbieten
    Tim Renner Motor.de

    Im Sinne von Künstlern und Konsumenten kann es nicht darum gehen die Nutzung von Musik im Internet zu verbieten, sondern zu vergüten. Es stellt sich jedoch die Frage, ob dafür wirklich der Markt aufgegeben werden muss. Mich erinnert das von Leonhard beschriebene Marktversagen (auch wenn es im engen, betriebswirtschaftlichen Sinne keins ist, wie ich als Professor anmerken möchte) der Musikwirtschaft in der Digitalisierung eher an die Einführung des Radios in den zwanziger Jahren. Erst kollabierte die Musikindustrie. Im Gegensatz zu heute sank sie auf 5 und nicht 50% ihres vorherigen Volumen, da es Musik aus dem Äther plötzlich umsonst gab. Später wusste sie sich zu wehren, indem ihre neuen Aufnahmen sehr selektiv und unter hohen Auflagen den Radiostationen zur Verfügung gestellt wurden. Der Markt erholte sich aber erst, als nach dem zweiten Weltkrieg die Staaten eingriffen und in fast allen Ländern der Welt das Senderecht einführten. Dieses Senderecht bedeutet bis heute, dass jeder Produzent einer Rundfunkstation seine Werke zur Sendung überlassen muss, sobald er sie irgendeinem Dritten zugänglich gemacht hat. Im Umkehrschluss hat der Rundfunk eine staatlich garantierte Vergütungspflicht. Würde man in der Analogie die Labels verpflichten, alles Material den ISPs zur Verbreitung zur Verfügung zu stellen, sobald sie es jemanden bemustert haben, entstünde automatisch ein Angebot welches besser wäre als jedes illegale. Würden umgekehrt die ISPs auf Mindestvergütungen verpflichtet, entstünde ein Wettbewerb der wie von Leonhard angedacht zu 1 Franken Streams, aber auch teuren Zusatzdiensten oder Umsonstangeboten innerhalb der jeweiligen Tarifstruktur führen würde. Die zum Contentangebot verpflichteten ISPs würden versuchen, sich durch unterschiedliche Angebote zu differenzieren – das nennt manMarktwirtschaft und diese hat sich eigentlich auch für Musik bewährt und sollte bewahrt werden.

  2. wildprovider

    wildprovider on 06/04/2013 12:55 a.m. #

    Kapitulation oder Segen?
    Poto Wegener Swissperform

    In seinem Vorschlag «Die Musik-Flatrate- das Schweizer Modell» sieht Gerd Leonhard «klare Vorteile» der Flatrate gegenüber den herkömmlichen Verwertungsmodellen von Musik. Doch treffen die von ihm angeführten Vorzüge der Flatrate auch tatsächlich zu? Eine Einschätzung.

    Vorteil 1: Keine grundsätzliche Änderung des Urheberrechts nötig.
    Falsch. Eine Kulturflatrate würde Anpassungen elementarer Grundpfeiler des nationalen Urheberrechtsgesetzes erfordern. Diese Änderungen hätten zudem die Verletzung verschiedener von der Schweiz unterzeichneter internationaler Urheberrechtsabkommen zur Folge.

    Vorteil 2: Umsätze der Musikindustrie und Urheber könnten potentiell verdoppelt werden.
    Falsch. Das Modell vergleicht Äpfel (prognostizierte Einnahmen der Musik-Flatrate) mit Birnen (Umsatzzahlen der Mitglieder des Branchenverbandes der Schweizer Tonträgerproduzenten Ifpi Schweiz). Nicht berücksichtigt werden weitere Einnahmen aus der Verwertung von Musik, so etwa von den Verwertungsgesellschaften Suisa und Swissperform für die Berechtigten einkassierte Gelder. Von einer Verdoppelung kann also keine Rede sein.

    Vorteil 3: Bestehende Anbieter, wie z.B. die Suisa oder auch Spotify, könnten als Dienstleister integriert werden.
    Stimmt. Eine solche Integration wäre möglich.

    Vorteil 4: Die Schweizer Internet-Nutzer könnten bei dem Thema Musik endgültig entkriminalisiert werden, und eine neue Struktur könnte für eine digitale Musikindustrie entstehen.
    Falsch: Schweizer Internet-Nutzer sind bereits heute nicht kriminell; Nach schweizerischem Urheberrechtsgesetz ist der Download ab einem P2P-Netzwerk zur privaten Nutzung frei. Illegal ist nur der Upload. Würde auch dieser im Rahmen einer Musik-Flatrate legal, entstünde nicht «eine neue Struktur für eine digitale Musikindustrie». Ganz im Gegenteil: Mit einer solchen international einmaligen Neuerung würde die Schweiz zu einem sicheren Hafen für Anbieter von Internet-Piraterie; ein jubelnder Kim Schmitz könnte Angebote wie Megaupload sorgenfrei von der Schweiz aus steuern.

    Vorteil 5: Das Schweizer Modell könnte in ganz Europa oder sogar weltweit Anwendung finden.
    Falsch. Die skizzierte Legalisierung des Upload würde zu einer internationalen Isolierung der Schweiz führen. Aufgrund der genannten Einwände lässt sich erahnen, dass mit einer Flatrate mehr Probleme geschaffen als gelöst würden. Die Einführung einer solchen Pauschalgebühr wäre die Kapitulation der Politik vor der Komplexität des Urheberrechts in der digitalen Welt. Kulturschaffende und mit ihr die Kulturwirtschaft sprechen sich deshalb gegen dieses Modell aus.

  3. wildprovider

    wildprovider on 06/04/2013 12:56 a.m. #

    Muzak-Flatrate
    Hartwig Thomas / Digitale Allmend

    Führt der Vorschlag einer Musik Flatrate zu einer fairen Entschädigung der Musikschaffenden? Die Einnahmen sollen proportional zu den Downloads verteilt werden. Damit wird die am häufigsten vorgedudelte Hintergrundmusik auf Werbebannern und an öffentlichen Plätzen am meisten belohnt. Die visionäre Musik Flatrate degeneriert so zur Muzak Flatrate. Das Bild «Musik flüssig und allgegenwärtig wie Wasser» beschreibt nämlich Muzak, die repetierbare Konservenform der Musik, wie wir sie etwa von Werbebannern und Warenhäusern kennen. Eigentliche Musik ist dagegen ein in der Zeit einmaliges temporales Ereignis. Sie schafft und verstärkt Identität in der Disco, in der Oper, beim Volkstanz, im Sport, in der Kirche, in der Werbung... Wir kaufen uns die Konserven, um an das identitätsstiftende Erlebnis erinnert zu werden. Ohne dieses Erlebnis oder als reines Hintergrundgedudel sinkt sie aber schnell auf das Niveau von Muzak ab. Echte, einmalige Musik findet heute mehr Beachtung denn je. Die Einnahmen aus Konzerten sind in den letzten Jahren förmlich explodiert. Wer sagt, dass Musiker ein Problem mit ihrer fairen Entschädigung haben? Um die Muzak Flatrate in eine richtige Musik Flatrate zu verwandeln, sollten wir den Verteilungsmechanismus so abändern: Die Konsumenten haben freie Wahl, welcher Musik ihre Beiträge zur Flatrate zukommen soll. Nur so kann man die übermässige Bevorzugung der unerwünscht aufgedrängten Muzak zugunsten einer fairen Entschädigung der Urheber wirklicher Musik ausgleichen.

  4. caralluma fimbriata decreases

    caralluma fimbriata decreases on 10/19/2014 11:10 a.m. #

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  5. Shalanda

    Shalanda on 10/19/2014 8:35 p.m. #

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