After so many years in Africa

Last update on June 7, 2014.

After so many years in Africa, …

Michel Pauli ist seit Jahren mit verschiedenen digitalen Entwicklungsprojekten in Afrika beschäftigt. Michel Pauli war immer schon international aktiv als Brigadist in Nicaragua hat er die sandinistische Revolution unterstützt, als Human shield war er im Irak und im Kampf gegen Rassismus zum Beispiel bei der Besetzung des Neumarkt Theaters als Refugium für Flüchtlinge aus Kurdistan dabei. So ist sein Einsatz in Kamerun eigentlich eine Fortsetzung des Kampfs gegen Rassismus und Ausbeutung. Am 4.Mai schickte er untenstehende Bilanz, die wir gerne an unsere Leserinnen weitergeben. Wir möchten damit Einblick in ein engagiertes und 100% privates Hilfsprojekt in Afrika geben.
http://sokolo.cronopios.org

Zeit für eine Bilanz.

Ja lange ist es her und es ist eine Menge passiert ist. Ich will keine chronologische Beschreibung geben, dazu gibt es genügend Infos auf unserer Homepage. Aber wir sind an einem Punkt, an dem wir Entscheidungen treffen müssen und ich möchte euch allen bei der Entscheidungsfindung beteiligen. Wir haben drei Hauptprojekte: Die Schule basierend auf freier Software und Hardware, dem Solarprojekt und unser neues Haus.

Beginnen wir mit der Schule

Es funktioniert! Wir haben mit jedem Jahr zwanzig neue Studenten in der Ausbildung. Viele von ihnen haben einen Job nach der Schule gefunden. Wir haben 3 bis 4 Lehrer. Wir können nicht viel mehr Studenten aufnehmen, weil wir nicht genügend Computer haben. Wir haben Abendklassen eingeführt, aber wir Schwierigkeiten für die Abende Lehrer zu finden. Wir möchten einen besonderen Dank an die zwei Menschen ausrichten, welche jeden Monat die Gehälter der Lehrer sponsoren. Komplizierter ist die Situation mit den fortgeschrittenen Studentinnen. Wir haben fünf im Moment. Wir sind jedoch nicht in der Lage eine stabile Gruppe von Programmierenden zu etablieren, welche in der Lage sind ein Projekt von Anfang bis Ende durchzuführen. Wir hätten einige Arbeit wie z.B. Homepages, konnten es aber nicht tun. Wir kämpfen aber immer noch, um dieses Ziel zu erreichen.

Nicht nur die Menschen, sondern auch unsere Hardware beginnt alt zu werden.

Derzeit arbeiten wir mit einem neuen Server der 13 Clients (Terminal-PCs) steuert. Wir haben einige Laptops, die spezielle Aufgaben erledigen.

Unsere Terminals sind sehr stable alix-Boards von pcengines, wobei sie nun auch schon in die Jahre kommen. Wir haben deshalb einige neue Clients mit Raspberry-Pi (einfacher 50$ PC) beschafft. Sie arbeiten wunderbar. Als Software arbeiten wir mit Debian 7 mit Virtualisierungs- und LVM. Den Menschen die sich darum kümmern wird es nicht langweilig. Vieles funktioniert einfach und wir können einfach, die auf USB-Festplatten gespeicherten, virtuellen Computer nutzen. Aktuell beschäftigt uns die Frage in welche Richtung wir unsere Hardware aktualisieren sollen. Unser Ziel ist es ein Computer-Netzwerk mit 6 bis 10 Computern zu haben, welche mit zwei Solarpanels funktionieren. Für die einfachen Terminal-Clients können wir mit alix-Boards und Raspberry Pi weiterarbeiten. Für den Server brauchen wir eine Lösung, welche weniger als 20 Watt braucht. Wir fanden Monitore, welche mit 12 Volt arbeiten. Sie sind der teuerste Teil unseres Netzwerks.

Wir wollen keine billigen und/oder Second-hand Materialien aus Europa verwenden. Dies ist teurer aufgrund des Transports. Viel besser ist die Suche nach günstigen Lösungen mit tiefem Energiekonsum, wie zum Beispiel RaspberryPi.

Unser Motto ist "computer ok, but for everybody and everywhere". Das heisst aber billiges und energiesparendes Material. Wir versuchen wirklich das billigste Material zu verwenden. Trotzdem brauchen wir eure Hilfe, technisch und finanziell.

Solar-Technologie

Warum beginnen wir mit Solar-Technologie? Es gibt zwei Gründe. Der erste ist die digitale Kluft im Süden. Wir haben gesehen, dass die digitale Kluft zwischen Nord und Süd besteht, aber auch im Süden selbst. Es ist eine grosse digitale Kluft zwischen den Städten und den Dörfern. Die Mehrheit der Bevölkerung lebt noch in den Dörfern, wobei sich das gerade schnell ändert. Wir haben es diskutiert und kamen zum Schluss, dass wir Computertechnologie in die Dörfer bringen müssen. Wir installierten vor 3 Jahren einen Computer in einem Dorf, wo es keine Elektrizität und kein Telefon gab.  Es funktioniert. Die Dorfbewohner sagen uns, dass Computer zwar in Ordnung sind, aber sie zuerst Licht wollen. Deshalb haben wir begonnen in den Dörfern Lampen zu installieren. Der zweite Grund ist, dass wir die Möglichkeit hatten Solar-Panels von einer Firma aus der Schweiz zu erhalten. So begannen wir mit den Solaranlagen. Unsere Priorität sind die Dörfer und sehr kleine Installationen. Wir werden mehr und mehr damit konfrontiert, dass die Menschen in den Städten auch Solartechnologie wollen und das heisst für uns grössere Installationen, wie beispielsweise eine 5 Kilo-Watt Anlage in Kumba.

Linux-Solar-Friends ist der Name unserer Gruppe mit 4 Mitgliedern, welche in Kamerun Solarpanels in verschiedenen Regionen  installieren. Wir haben aktuell kein Fahrzeug und müssen alles mit dem normalen Bus transportieren. Es ist riskant mit dem Material so zu reisen, insbesondere für die Solarpanels. Helfen könnten uns Ideen, wie wir zu einer guten LKW Transportmöglichkeit kommen. Für die grossen Installationen brauchen wir die technische Hilfe von Solarspezialisten. Jeder ist  willkommen. Das Beste wäre uns zu besuchen oder eine Chat-Möglichkeit zu bieten, wo wir um Rat fragen könnten.

Wir wollen eine Schule zum Thema Elektronik eröffnen, da wir selbst viele elektronische Elemente für unsere Solaranlagen benötigen. Aus Mangel an Finanzen konnten wir nicht mit der Schule beginnen. Wir werden weiterhin dafür kämpfen. Wir wollen eine Schule, weil wir wollen das die Leute verstehen was sie tun und nicht nur installieren können. Wir suchen sowohl elektronisches Material als auch Fachpersonen die uns helfen wollen.

Unser neues Haus

Chanceline (mittlerweile Frau von Michel Pauli, Anm. d. Red.) startete die Schule. Ich  war skeptisch vor allem wegen unserer prekären wirtschaftlichen Situation. Sie war mutig und begann. Das Gebäude ist fast fertig. Das Dach fehlt noch und die Möbilierung ist noch nicht fertig. Wir hoffen bald einzuziehen. Es war teuer, denn die Preise für den Bau sind gerade sehr hoch. Die Idee ist ein Haus für Schule, Lehrer und Besucher. Wir brauchen noch etwas Hilfe, bis wir eine neue afrikanische Pension haben. Ihr seid willkommen mitzuhelfen.

Benötigtes Material und Transport

Nach 8 Jahren müssen wir unser Material ersetzen: Wir wollen uns auf Solar konzentrieren, darum am besten 12 oder 5 Volt (USB) Material:

Switches
Ethernet Kabel (mit Zange, um label zu machen)
Monitor 12 Volt (low power)
Laptops (mit Pxe: boot per ethernet)
Raspberry
Alixboards (pcengines) wir brauchen sie als thin clients (12 Volt, 5 Watt)
Klein Printer 12 Volt
Klein Scanner 12 Volt

Meeting mit Michel Pauli

Im Juli ist Michel Pauli ein Monat lang in Zürich und offen für Gespräche. Die beste Unterstützung laut Michel sind Menschen, die nach Kamerun reisen um zu helfen. Zum Beispiel Elektroniker, die einmal einen Kurs in der Schule in Kamerun geben möchten. Gerne nimmt Pauli Materialien auch persönlich mit, da der Transport so einfacher ist. Zu diesem Zweck können sie am 18.Juli im Dock18 vorbeikommen um Michel Pauli kennenzulernen, passende Geräte mitzubringen oder mögliche Unterstützung vor Ort zu besprechen.

Freitag, 18.Juli 19-22 Uhr
Dock18

Medienkulturgespräche

Der Brief wurde übersetzt von Daniel Boos und Mario Purkathofer.

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Comments

  1. wildprovider

    wildprovider on 06/07/2014 10:48 a.m. #

    HITIP one of the first organizations to receive the solar technology and lower computer as experimental projects in rural areas in cameroon. http://www.hitip.org

    We're building a community radio for at least half million people and our biggest challenge will be solar energy plus 20% of our budget will go to the energy, so I want to nail this down with you when I come to cameroon. Because we want our energy provider to be Linux Friends Solar, I think that funds will help your projects as income. RADIO TABOO http://www.radiotaboo.com

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  1. Infos über Kredite ohne Schufa on 07/16/2014 11:22 a.m. #

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